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  • Foto: Felix Broede
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Sonntag 18.09.2016, 11.00 Uhr | Laeiszhalle, Großer Saal

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1. Philharmonisches Konzert

Kent Nagano

Richard Strauss: Don Quixote op. 35

Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Dirigent: Kent Nagano
Viola: Naomi Seiler
Violoncello: Gautier Capuçon
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Konzert mit Kinderprogramm. Weitere Infos unter „jung/Kinderprogramm“

Hans von Bülow, der große Dirigent, Wagner und Brahms-Freund zugleich, hat sie als die „Zehnte“ bezeichnet und wollte damit die Nähe zu Beethovens „Neunter“ betonen. Aber ist das Subjekt in Brahms’ 1. Symphonie noch dasselbe wie das in Beethovens „Neunter“? Oder ist der ideengeschichtliche Ort doch ein anderer? Lässt sich bei Brahms das Menschheitspathos von Freiheit und Brüderlichkeit erleben, oder wird es nicht ersetzt durch den Weg in die Natur und Religion? Dem Hörer sei die Lösung überantwortet. Doch eines macht die Musik unmissverständlich deutlich, nämlich ihren Anspruch auf die „Fortführung der Symphonik Beethovens und der Symphonik nach und gegen Beethoven zugleich“ (L. Finscher). Die Werkkombination ist eine Variante der ursprünglichen Idee von Strauss, die Tondichtung „Don Quixote“ mit „Ein Heldenleben“ zu koppeln und darin ein Werkpaar aus Satyrspiel und Heldendrama zu sehen. Das Satyrspiel entwirft, ungeachtet seiner illustrativen Drastik, ein Szenarium aus Traum und Schönheit, das zum Schicksalsentwurf von Brahms eine Gegenposition vertritt, doch in der Kombination ein „großes“ Welt- und Lebensbild darstellt.

Konzerteinführung: Juliane Weigel-Krämer

Konzert mit begleitendem Kinderprogramm, weitere Infos finden Sie hier.

Ort: Laeiszhalle, Großer Saal, Johannes-Brahms-Platz 20355 Hamburg
Preise: 10,00 EUR bis 48,00 EUR

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