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Dienstag 08.11.2016, 19.30 - 21.15 Uhr | Großes Haus

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Richard Strauss

Salome

Einführung um 18:50 Uhr

„Gib mir den Kopf des Jochanaan!“: König Herodes muss die ungeheuerliche Forderung seiner Tochter Salome erfüllen - ihn bindet das Versprechen, ihr für einen Tanz zu geben, was immer sie auch verlangen möge. Im Licht des Mondes küsst die Prinzessin das abgeschlagene Haupt des Propheten, der sie so in seinen Bann geschlagen hatte. Herodes befiehlt seinen Soldaten, Salome zu töten. Schwer erträglich war diese gleichsam rauschhafte wie verstörende Schlussszene für einige Gäste der Uraufführung im Dresden des Jahres 1905: Und doch bediente Richard Strauss mit seinem Einakter nach Oscar Wildes Drama den Zeitgeist, der nach Exotik und Dekadenz verlangte. Auch wenn die Oper an manchen Theatern zunächst noch mit Aufführungsverbot belegt war, trat „Salome“ so doch schnell ihren Siegeszug über die Bühnen der Welt an.

Inszenierung: Willy Decker
Bühnenbild und Kostüme: Wolfgang Gussmann
Licht: Manfred Voss

Premiere am 09.04.1995

Keine Pause

In deutscher Sprache mit Übertiteln
Gefördert durch die Deutschen Philips Unternehmen. Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper

[MEHR]
Im Palast wird der Geburtstag des Tetrarchen Herodes Antipas gefeiert. Narraboth, der Hauptmann der Palastwache, schwärmt auf der Terrasse von der Schönheit Salomes, der Stieftochter des Herodes. Man hört die Stimme des Propheten Jochanaan, den Herodes gefangen hält. Der Prophet verkündet mit visionären Worten das Kommen des Reiches Christi.

Angewidert von den Feierlichkeiten stürzt Salome ins Freie. Sie hört Jochanaans Stimme. Fasziniert von seinen Worten bittet sie Narraboth, den Propheten zu ihr zu führen. Narraboth kann ihren Schmeicheleien nicht widerstehen und befiehlt, Jochanaan aus dem Verließ zu holen, obwohl dies streng verboten ist.

Der Prophet nimmt zunächst keine Notiz von Salome. Er erhebt Anklage gegen die Lasterhaftigkeit von Herodes und dessen Frau Herodias. Die Fremdheit seiner Erscheinung steigert Salomes Verlangen. Sie will seinen Leib und sein Haar berühren, schließlich seinen Mund küssen. Narraboth beobachtet die Szene und ersticht sich aus Verzweiflung. Der Prophet weist Salome schroff zurück und verflucht sie, bevor er wieder ins Verließ hinabsteigt.

Auf der Suche nach Salome erscheint Herodes auf der Terrasse, gefolgt von der eifersüchtigen Herodias. Angesichts des toten Narraboths und der Prophezeiungen Jochanaans überfallen ihn unheilvolle Ahnungen. Die Worte Jochanaans entfachen einen theologischen Streit unter den Juden. Herodias, von den Schmähungen besonders angegriffen, fordert, der Prophet solle zum Schweigen gebracht werden. Um sich von seiner Angst und Verunsicherung abzulenken, bittet Herodes Salome, für ihn zu tanzen. Sie willigt erst ein, als er unter Eid verspricht, ihr als Lohn alles zu geben, was sie wünscht.

Nachdem sie Herodes' Wunsch erfüllt hat, fordert Salome, man möge ihr auf einer Silberschüssel den Kopf Jochanaans bringen. Herodes, der den Propheten für einen Heiligen hält, bietet alle Schätze, um sie von diesem Wunsch abzubringen. Doch Salome beharrt auf ihrer Forderung. An seinen Eid gebunden, muss Herodes nachgeben und lässt Jochanaan enthaupten. Man reicht Salome seinen Kopf. In ekstatischer Selbstvergessenheit küsst sie den Mund des Toten.


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 6,00 EUR bis 97,00 EUR

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