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Mittwoch 14.06.2017, 19.00 - 22.30 Uhr | Großes Haus

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Wolfgang Amadeus Mozart

Die Entführung aus dem Serail

„Hier soll ich dich denn sehen?“ Belmonte kann es noch kaum glauben: Er ist am Palast des Bassa Selim angekommen. Dort soll seine Verlobte Konstanze, von Piraten entführt, als Sklavin leben. Doch während Belmonte versucht, zu ihr zu gelangen, muss sich Konstanze der Annäherungsversuche des Bassas erwehren: Morgen soll sie ihn lieben. Konstanze indes will standhaft bleiben und richtet sich auf „Martern aller Arten“ ein. Am Ende kommt dann aber doch alles ganz anders - was auch für die Oper insgesamt gilt: „Die Entführung aus dem Serail“ ist erstens eine „Türkenoper“, wie sie im Jahr der Uraufführung 1782 in Wien nun einmal sehr beliebt waren. Und so ist denn auch die „Entführung“ eine schwungvolle orientalische Fantasie mit Trommel und Turban. Zweitens ist sie aber auch ein deutsches Singspiel, reich an heiteren Melodien und komödiantischen Szenen. Und drittens entpuppt sich das Stück als – verkleidete – Tragödie: Osmin, Aufseher im Dienste des Bassas wünscht den Liebenden den Tod, tritt aber selbst mit einer Arie auf, in der die ganze Verzweiflung über seine Einsamkeit mitschwingt. Dreh- und Angelpunkte der Oper sind die Szenen, in denen Konstanze und Belmonte auf Folter und Hinrichtung warten. Und so ist diese Oper um deutsch singende Spanier in der Türkei, über alle Moden der Jahrhunderte hinweg, ein Zeugnis: des Genies Wolfgang Amadeus Mozarts.

Inszenierung: Johannes Schaaf
Bühnenbild und Kostüme: Wolfgang Gussmann
Dramaturgie: Wolfgang Willaschek

Premiere am 02.05.1993

Eine Pause von ca. 25 Minuten nach dem ersten Akt und eine Pause von ca. 20 Minuten nach dem zweiten Akt

Gefördert durch die Deutschen Philips Unternehmen

[MEHR]
ERSTER AUFZUG

Vor dem Serail. Belmonte, ein junger spanischer Adliger, gelangt zum Palast des Selim Bassa, um seine Verlobte Konstanze wiederzufinden. Sie war zusammen mit ihrer Zofe Blonde und Belmontes Diener Pedrillo von Piraten geraubt worden. Selim Bassa hatte alle drei als Sklaven gekauft. Belmontes Versuch, ins Serail zu gelangen, scheitert zunächst am Widerstand Osmins, Aufseher im Dienste des Bassa. Belmonte erfährt von Pedrillo, dass Selim um Konstanze wirbt. Durch eine List gelingt es Pedrillo, Belmonte in Verkleidung eines europäischen Baumeisters ins Serail einzuschmuggeln.

ZWEITER AUFZUG

Im Serail. Ähnlich wie sein Herr zu Konstanze hat Osmin große Zuneigung zu Blonde gefasst. Im Gegensatz zu ihrer Herrin nutzt Blonde die Verliebtheit Osmins, die Fäden in die Hand zu bekommen. Beherrscht von dem Wunsch nach Konstanzes Liebe, besteht Selim auf der von ihm gesetzten Frist: „Morgen musst Du mich lieben!“ Unter dem Zwang dieser Forderung droht sie zu zerbrechen. Den Plan der Entführung forttreibend, verführt Pedrillo den wachsamen Osmin unter Vorspiegelung brüderlicher Zuneigung zum Wein. Ihres lästigen Bewachers ledig treffen sich die vier Europäer, um ihre Flucht zu vollenden, als die Frage nach der Treue der Frauen die ganze Unternehmung bedroht.

DRITTER AUFZUG

Vor dem Serail. Belmonte und Pedrillo haben alles zur Flucht Notwendige vorbereitet. Sie geben das verabredete Zeichen zur Entführung. Konstanze und Belmonte sind schon unterwegs zum bereitliegenden Schiff, als Osmin unerwartet aus seiner Betäubung erwacht und die Flucht vereitelt. Alle vier werden gefangen. Osmin bereitet die Gefangenen zur Hinrichtung vor. In Belmonte erkennt Selim Bassa den Sohn seines ärgsten Feindes.
Doch großzügig gewährt er ihm und den anderen dreien die Freiheit.

© Hamburgische Staatsoper


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 5,00 EUR bis 87,00 EUR

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