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  • Hans Jörg Michel
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Freitag 22.09.2017, 19.00 - 22.00 Uhr | Großes Haus

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Pietro Mascagni / Ruggero Leoncavallo

Cavalleria rusticana / I Pagliacci

CAVALLERIA RUSTICANA

Turiddu und Santuzza sind ein Paar, er hat ihr die Ehe versprochen. Doch als Turiddu seiner alten Liebe Lola wieder begegnet, beachtet er Santuzza kaum mehr. Diese rächt sich, indem sie Lolas eifersüchtigen Ehemann Alfio gegen Turiddu aufhetzt. Alfio fordert ihn zum Zweikampf auf.

I PAGLIACCI

Canio, Darsteller einer Schauspieltruppe, hat erfahren, dass seine Frau Nedda einen Geliebten hat. Als er diese Situation auf der Bühne mit ihr darstellt, wird aus dem Spiel tödlicher Ernst: Canio verliert seine Beherrschung und sticht mit dem Messer auf Nedda ein. Als sie sterbend ihren Geliebten um Hilfe ruft, verrät sich dieser und läuft Canio ebenfalls ins Messer. Das Stück endet mit seinen Worten „Das Spiel ist zu Ende“.

Inszenierung: Gian-Carlo del Monaco
Bühnenbild und Kostüme: Michael Scott

Premiere am 28.01.1988

Eine Pause von ca. 35 Minuten nach „Cavalleria rusticana“

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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CAVALLERIA RUSTICANA

Turiddu, ein junger Bauer, singt ein Lied an seine Geliebte Lola: Obwohl seine Liebe verboten ist, nimmt Turiddu die Qualen der Hölle dafür auf sich. Ostermorgen in einem sizilianischen Dorf: Nach der Frühmesse kommt die junge Bäuerin Santuzza auf den Dorfplatz. Sie will Turiddu sprechen. Von Lucia, seiner Mutter, erfährt sie, dass er in der Stadt sei, um Wein zu holen. Santuzza ist überrascht: Sie hörte von anderen Dorfbewohnern, dass er am Vorabend im Dorf gesehen wurde. Nun ist auch Lucias Misstrauen geweckt, denn ihr Sohn kam am Abend nicht nach Hause.
Der Fuhrmann Alfio kommt zu Ostern ins Dorf. Er freut sich immer darauf, wieder bei seiner Frau Lola zu sein, die er sich treu ergeben glaubt. Als er Lucias begrüßt stellt sich heraus, dass Alfio Turiddu am Morgen in der Nähe seines Hauses gesehen hat. Lucia will ungläubig nachfragen, wird aber von Santuzza unterbrochen. Auf dem Platz beginnt die Ostermesse, die Prozession zieht in die Kirche. Nur Lucia und Santuzza bleiben zurück. Sie erzählt Lucia nun die Wahrheit: Als Turiddu Soldat wurde und die Heimat verlassen musste, versprach er Lola, sie nach seiner Rückkehr zu heiraten. Doch als er wiederkam war sie bereits Alfios Frau. Turiddu und Santuzza wurden ein Paar. Der nun eifersüchtigen Lola gelang es aber, Turiddu wieder für sich einzunehmen. Heute will Santuzza, auch um ihrer Ehre willen, seine Liebe zurückgewinnen.
Turridu betritt den Platz. Bei den unwilligen Antworten auf Santuzzas Fragen verstrickt er sich in Lügen, die sie aber schnell durchschaut. Turiddu will sich von ihr trennen. Doch da sie nicht nachgibt, wird er zornig. Der heftige Streit wird durch Lolas Ankunft unterbrochen. Der ironische Dialog zwischen Santuzza und Lola verstärkt die Spannung. Nachdem Lola den Platz verlassen hat, endet der leidenschaftliche Streit auf seinem Höhepunkt damit, dass Turiddu Santuzza von sich stößt. In höchstem Zorn schwört sie Rache. In diesem Moment erscheint Alfio, Santuzza klärt ihn über den Betrug auf. Er will den Verrat noch am gleichen Tag vergelten.
Bei der Osterfeier nach der Messe stellt Alfio Turiddu zur Rede. Dieser nimmt die Herausforderung zum Zweikampf an. Die beiden Rivalen verabreden sich im Garten. Seinen Tod vorausahnend verabschiedet sich Turiddu von seiner Mutter: Weil er das Eheversprechen, das er Santuzza gegeben hat, gebrochen hat, bitter er Lucia sich Santuzzas anzunehmen. Während Lucia noch über seine Worte nachdenkt, tritt Santuzza zu ihr. Eine Frau schreit: Turridu wurde erschlagen.

© Hamburgische Staatsoper


I PAGLIACCI

Vor Beginn der Oper tritt der Komödiant Tonio auf. In einem Prolog informiert er das Publikum über die Absicht des Autors, Spiel und Wirklichkeit miteinander zu vermischen.
In einem abgelegenen Ort wird die eintreffende Wandertruppe Canios begeistert begrüßt. Während der ‚Direktor‘ seine Abendvorstellung ausruft, macht sich Tonio, ein Mitglied der Truppe, an Nedda – Ehefrau Canios und weiblicher Star – heran. Canio schlägt eifersüchtig zu und weckt damit die Rachsucht Tonios. Die Bauern laden Canio zu einem Umtrunk ein. Beunruhigt verliert sich Nedda in Gedanken an den jungen Silvio, den sie heimlich liebt. Tonio, der sie in ihren Betrachtungen stört und seinerseits umwirbt, wird von ihr gedemütigt. Er schwört, Rache zu nehmen. Silvio taucht unvermutet auf und will Nedda zur Flucht überreden. Doch Canio, der von Tonio alles erfahren hat, fährt dazwischen. Er kann den fliehenden Silvio nicht erkennen und will im Affekt Nedda erstechen. Der Komödiant Beppo hindert ihn daran. Canio verleiht in einem Monolog seiner Verzweiflung Ausdruck.
Vor Beginn der Aufführung geht Nedda im Publikum herum und sammelt Geld ein. Dabei willigt sie in Silvios Plan ein, noch in der Nacht zu fliehen. Sie warnt den Geliebten vor Canios Rache. Die Commedia zeigt spiegelbildlich die Verhältnisse der Realität: Nedda ist Columbine, die ihren geliebten Harlekin (Silvio) erwartet; Taddeo (Tonio) wird von ihr zurückgewiesen und holt den gehörnten Ehemann Bajazzo (Canio) herbei. Im Spiel entwickelt sich, für die Zuschauer zunächst unbemerkt, mehr und mehr das Abbild der wahren Gefühle der Beteiligten. Canio bedrängt seine Frau, den Namen des Geliebten preiszugeben und ersticht sie auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung. Silvio, der ihr zu Hilfe eilen will, fällt dem rasenden Eifersüchtigen ebenso zum Opfer: Dann lässt sich Canio gebrochen abführen. Tonio entlässt die Zuschauer mit der zynischen Bemerkung; „Die Komödie ist beendet!“

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 6,00 EUR bis 109,00 EUR

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