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Sonntag 19.11.2017, 19.30 - 21.15 Uhr | Großes Haus Wiederaufnahme

Alban Berg

Wozzeck

Einführung um 18.50 Uhr

Georg Büchners fragmentarisch hinterlassenes Drama „Woyzeck“ (1836) erzählt die Geschichte eines Soldaten, der zum verzweifelten Mörder an seiner Geliebten wird. „Moral: das ist, wenn man moralisch ist“, versucht man ihm zu erklären, doch Woyzeck: „Ja, wenn ich ein Herr wär´ und könnt´ vornehm reden, ich wollte schon tugendhaft sein.“ Peter Konwitschnys Neuproduktion des Meisterwerkes von Alban Berg (1925) wurde im Herbst 1998 von Publikum und Fachpresse gefeiert. Konwitschny hat ein intensives Kammerspiel geschaffen, in dem die geistige Deformierung der Figuren schwerer wiegt als die Frage ihres Besitzes. Ein Ereignis.

Inszenierung: Peter Konwitschny
Bühnenbild und Kostüme: Hans-Joachim Schlieker
Dramaturgie: Werner Hintze
Licht: Hans Toelstede

Premiere am 27.09.1998

Keine Pause

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper

[MEHR]
Erster Akt

Zimmer des Hauptmanns
Während Wozzeck den Hauptmann rasiert, ist dieser mit seiner Angst angesichts der Ewigkeit beschäftigt. Er wirft Wozzeck vor, unmoralisch zu leben: Der hat ein uneheliches Kind. Wozzeck verteidigt sich: Wer arm ist, kann sich keine Moral leisten.

Freies Feld, die Stadt in der Ferne
Wozzeck und Andres schneiden Weidenstecken, die der Major zur Züchtigung der Soldaten benötigt. Wozzeck hat apokalyptische Visionen. Andres versucht, durch ein Lied den Schrecken zu verscheuchen.

Mariens Stube
Marie bewundert den Tambourmajor, der mit seiner Militärkapelle am Fenster vorbeizieht. Wozzeck kommt und erzählt von seinen Erlebnissen in der Heide. Dann hetzt er in die Kaserne.

Studierstube des Doktors
Der Doktor stellt entzückt fest, dass seine Experimente an Wozzeck Wirkung zeigen: Die von ihm verordnete einseitige Ernährung scheint die Ursache für Wozzecks Angstzustände zu sein. Im Vorgefühl seines unsterblichen Ruhms als Wissenschaftler verspricht er Wozzeck einen Groschen mehr Zulage.

Straße vor Mariens Wohnung
Marie trifft den Tambourmajor. Sie ist stolz auf den Mann, der ihr die bei Wozzeck vermisste Befriedigung zu versprechen scheint. Nach kurzem Widerstand gibt sie sich ihm hin.

Zweiter Akt

Mariens Stube
Marie schmückt sich mit den Ohrringen, die ihr der Tambourmajor geschenkt hat, und betrachtet sich im Spiegel. Ihr Kind, das sie von Wozzeck hat, verdirbt ihr die Freude. Wozzeck überrascht sie und entdeckt den teuren Schmuck. Den aufkommenden Verdacht unterdrückt er sofort.

Straße in der Stadt
Der Hauptmann und der Doktor quälen sich gegenseitig. Ihre Aggression richten sie gegen den vorbeikommenden Wozzeck, indem sie ihn über Maries Untreue aufklären.

Straße vor Mariens Wohnung
Wozzeck stellt Marie zur Rede. Marie leugnet nicht.

Wirtshausgarten
Wozzeck beobachtet, wie Marie mit dem Tambourmajor tanzt. Ein Handwerksbursche hat einen klaren Blick für die Verhältnisse. Der Narr findet alles lustig und riecht Blut.

Schlafraum in der Kaserne
Wozzeck kann nicht schlafen. Immer wieder sieht er Marie mit dem Tambourmajor tanzen. Dieser kommt herein, prahlt mit seiner Eroberung und schlägt Wozzeck zusammen.

Dritter Akt

Mariens Stube
Marie sucht Trost im Wort Gottes. Doch Wozzecks Kind erinnert sie immer wieder an ihre Schuld. Seit zwei Tagen ist Wozzeck nicht gekommen.

Waldweg am Teich
Wozzeck führt Marie zum Teich und schneidet ihr die Kehle durch.

Schenke
Wozzeck singt und tanzt mit Margret. Sie entdeckt Blut an ihm. Auch die anderen sehen es. Wozzeck flieht.

Waldweg am Teich
Wozzeck sucht das Messer, das ihn verraten könnte. Er geht immer tiefer in den Teich. Das Wasser wird ihm zu Blut. Er ertrinkt.

Epilog

Straße vor Mariens Wohnung
Man hat Maries Leiche gefunden. Die Kinder laufen zum Waldsee, um sie anzusehen. Maries Sohn versteht nichts und spielt weiter.

(c) Hamburgische Staatsoper


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 6,00 EUR bis 97,00 EUR

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