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Freitag 09.03.2018, 18.00 - 21.00 Uhr | Orchesterprobensaal

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Opernwerkstatt: Messa da Requiem

(Fortsetzung am 10. März von 11.00 bis 17.00 Uhr)

Die Opernwerkstatt mit Volker Wacker ist ein Kompaktseminar, bei dem die Teilnehmer alle wichtigen Aspekte einer Opernproduktion kennen lernen. Sie findet jeweils freitagabends von 18.00 bis 21.00 Uhr sowie am folgenden Sonnabend von 11.00 bis 17.00 Uhr mit entsprechenden Pausen statt.

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„Verdis größte Oper“ sei sein „Requiem“: So lobte, wenn auch maliziös George Bernard Shaw die „Messa da Requiem“ wie der korrekte Titel lautet.

Was liegt da näher als diese „Totenmesse“, die sowieso fast nur in Opern- und Konzertsälen dargeboten wird, nun „szenisch“ zu interpretieren?

Shaw, der irische Spötter und ausgezeichnete Musikkenner, trifft die Sache schon, denn der Tonfall in dieser grandiosen Totenmesse ist „Verdi at his best“ bzw. der Komponist denkt gar nicht daran einen gepflegt rückwärtsgewandten Kirchenmusikstil zu bedienen.

Verdi schreibt ein Werk dessen Musik unverkennbar sein eigen ist und damit in Verbindung zum Tonfall von „Aida“ oder „La Traviata“ steht, oder ganz direkt die Trauerszene zwischen Vater und Sohn über der Leiche Posas aus dem französischen „Don Carlos“ zitiert. Dieser erschütternde Teil war nach der Generalprobe in Paris gestrichen worden, weil der eitle Bariton nicht so lange tot herumzuliegen wünschte. Im „Lacrimosa“ („Tag der Tränen“) setzt Verdi diese Musik nun sehr passend ein.

Die Requiemmusik verweist aber auch auf Kommendes: Parallelen tun sich auf zwischen dem aufgewühlten Seelensturm des „Dies irae“ und dem Beginn von „Otello“, dessen Orkan keineswegs nur krasser tonmalerischer Art ist. Auf all diese bedeutsamen Bezüge wird die Opernwerkstatt eingehen.

Nun also: Verdis beste Oper, das „Requiem“, wird in der Staatsoper komplett szenisch gedeutet von dem wegen seiner oft heftigen Bildmächtigkeit sowohl gefeierten wie kritisierten katalanischen Regisseur Calixto Bieito.

Die Opernwerkstatt wird den Teilnehmern genau vermitteln, wie Musik und Text, der hier nun gar kein „Opernlibretto“ im herkömmliche Sinne ist, mit der Realität einer szenischen Aufführung zusammen kommt.

Spitzenaufnahmen der Phonoindustrie und eine vorzügliche Videodokumentation über die Probenarbeit am „Requiem“ mit dem jungen Claudio Abbado an der Mailänder Scala runden diese detaillierte Einführung ab.

Die Opernwerkstatt versteht sich als kompakte Einführung in die Welt der Oper und konkrete Hilfestellung bei anspruchsvollem Regietheater.

Ort: Orchesterprobensaal, Kleine Theaterstraße 1, 20354 Hamburg
Preis: 48,- EUR

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