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  • Bernd Uhlig
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Unser Rahmenprogramm zur Uraufführung von „BENJAMIN“

Zu unserer nächsten Premiere, der Uraufführung von Peter Ruzickas Oper „BENJAMIN“ über den Philosophen und Kulturwissenschaftler Walter Benjamin, bieten wir wieder ein umfangreiches, spannendes Rahmenprogramm an. Alle Veranstaltungen finden Sie hier auf einen Blick.

Opernwerkstatt BENJAMIN

Die Opernwerkstatt mit Volker Wacker ist ein Kompaktseminar, bei dem die Teilnehmer alle wichtigen Aspekte einer Opernproduktion kennen lernen. Sie findet jeweils freitagabends von 18.00 bis 21.00 Uhr sowie am folgenden Sonnabend von 11.00 bis 17.00 Uhr mit entsprechenden Pausen statt.

1. und 2. Juni, Orchesterprobensaal

BENJAMIN - im Gespräch

Podiumsgespräch zur Uraufführung mit: Yona Kim, Peter Ruzicka, Julia Spinola, Michael Struck-Schloen u.a.

BENJAMIN – eine Opernuraufführung in Hamburg! Am Tag nach der Premiere ist Zeit, dieses Ereignis zu diskutieren und zu resümieren. Hier ist möglich, was bei den meisten Opern nicht (mehr) möglich ist: Vom Komponisten und von der Librettistin selbst etwas über die Entstehung dieses Werkes und zugleich ihre Erfahrungen mit der Umsetzung desselben zu hören. Und die Frage in den Blick zu nehmen: Was kann, was soll Musiktheater heute sein? Peter Ruzicka und Yona Kim im Gespräch mit den Musikjournalisten Julia Spinola und Michael Struck-Schloen (WDR, Süddeutsche Zeitung, DIE ZEIT, FAZ u.a.)

4. Juni, 19.00 Uhr, Freie Akademie der Künste Hamburg

Komponistenporträt Peter Ruzicka

Dr. Angela Beuerle im Gespräch mit Peter Ruzicka
ERINNERUNG UND VERGESSEN – 6. Streichquartett mit Sopran
Minguet Quartett, Lini Gong (Sopran)

7. Juni, 20 Uhr, opera stabile

Oper und Film

„Die Patriotin“ von Alexander Kluge

Walter Benjamins Passagen-Werk, so beschreibt es der Benjamin-Experte Burkhard Lindner, ist ein Trümmerfeld aus exzerpierten Literaturfetzen, Ausschnitten aus wissenschaftlichen Texten und Zitaten. Benjamin hat sie mit einem graphischen Ordnungssystem versehen und damit eine Karte eines literarisch-essayistischen-philosophischen Spaziergangs durch die Passagen von Paris, der „Hauptstadt des 19. Jahrhunderts“ entworfen. Damit sind die Spuren der Splitter zu ihrem Ursprung verschüttet und sie erzählen so etwas Neues.

Sein Film „Die Patriotin“ macht sich dieses Bauprinzip zunutze. Kluge schafft ein filmessayistisches Ausgrabungsfeld, auf dem die Fundobjekte - Ergebnisse einer planlosen, doch zielgerichteten Suche – sich zu einem Parcours einer nicht-linearen Geschichtsschreibung neu anordnen. Dieses Feld besteht aus Fotos, voice-over-Texten, Schrift, Fotos, Interviews, Vorträgen, Gedichten, Filmausschnitten, Nachrichtensendungen, Spielszenen, Malerei – aus Bruchstücken all der Techniken der Erinnerung, die Geschichte(n) festhalten, kartographieren, fixieren. Gabi Teichert, dargestellt von der großartigen Hannelore Hoger, ist Geschichtslehrerin und auf der Suche nach den zugrundeliegenden Prozessen, die Geschichte schaffen – sie ist ein Gräberin im eigenen Keller, die wie ein Archäologe aus den Fundstücken Geschichte zusammensetzen möchte, weil „das Ausgangsmaterial für den Geschichtsunterricht in höheren Schulen Mängel aufweist. Es ist nämlich schwer, deutsche Geschichte in eine patriotische Fassung zu bringen.“

In Kooperation mit dem Metropolis Kino
9. Juni, 17 Uhr und 13. Juni, 21.15 Uhr, Metropolis Kino

OpernForum BENJAMIN

Drei Wissenschaftler der Universität sprechen über Walter Benjamin.
Moderation: Johannes Blum
Eine neubegründete Partnerschaft zwischen der Universität Hamburg und der Staatsoper Hamburg will interessante und überraschende Zusammenhänge und Bezüge zwischen Oper und Wissenschaft erforschen.

16. Juni, im Anschluss an die Vorstellung „BENJAMIN“, Foyer Oper

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