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Freitag 01.06.2018, 18.00 - 21.00 Uhr | Orchesterprobensaal

Opernwerkstatt: Benjamin

(Fortsetzung am 2. Juni von 11.00 bis 17.00 Uhr)

Die Opernwerkstatt mit Volker Wacker ist ein Kompaktseminar, bei dem die Teilnehmer alle wichtigen Aspekte einer Opernproduktion kennen lernen. Sie findet jeweils freitagabends von 18.00 bis 21.00 Uhr sowie am folgenden Sonnabend von 11.00 bis 17.00 Uhr mit entsprechenden Pausen statt.

Peter Ruzicka ist vielen Besuchern der Hamburgischen Staatsoper natürlich als sehr erfolgreicher Intendant in Erinnerung. Schon damals setzte er sich (zusammen mit GMD Gerd Albrecht) für zeitgenössische Oper oder besser gesagt zeitgenössisches Musiktheater ein.

Heute überschreibt er seinen offiziellen Lebenslauf mit Komponist, Dirigent und Intendant Peter Ruzicka. Richtig! Das Komponieren steht nun im Mittelpunkt und dies sehr erfolgreich. Spätestens nach seinem „Musiktheater in sieben Entwürfen“ - CELAN ist Ruzicka ein führender Bühnenkomponist. Zwar schreibt er für die Oper, aber keine Opern im herkömmlichen Sinn. Auch das zur Uraufführung kommende Werk BENJAMIN - „Musiktheater in sieben Stationen“ meidet den traditionsbehafteten Begriff. Warum? In der Opernwerkstatt werden wir eine Antwort darauf finden.

Ausgangspunkt der „Handlung“, wenn man es so nennen mag, ist der an einem existenziellen Scheideweg (durchaus wörtlich zu nehmen)angekommene Dichter, Denker, Kunstphilosoph, utopistischer Kommunist und Kulturflaneur Walter Benjamin (1892 – 1940). Diese komplexe Figur entspricht den Vorstellungen des Komponisten, der in seinen Musiktheaterwerken bisher solche „Ausnahmedichter“ als Bezugspunkte heranzog: Friedrich Hölderlin und Paul Celan, der wie Benjamin ebenfalls den Freitod wählte.
Zugegeben: Schwere Kost, kein „Unterhaltungsprogramm“, sondern gedacht für Menschen mit Anspruch, die im besten Sinne nach „mehr“ suchen.

Yona Kim, die auch die Regie für BENJAMIN übernimmt, hat für Peter Ruzicka ein entsprechend fliesend, zerfliesendes Textbuch geschrieben, in dem Vergangenheit, Gegenwart und durch die Musik gedeutete Zukunft sich durchdringen. Ein seit B. A. Zimmermann für zeitgenössische Musik „springender Punkt“. Das werden wir genau in der Opernwerkstatt besprechen und hörend verstehen lernen, denn nur so bringt Musik unserer Zeit auch in einem erweiterten Sinn „Spaß und Genuß“.

Es wird also ganz schön spannend in unserer letzten Werkstatt in dieser Saison. Selbstverständlich erhalten die TeilnehmerInnen wie immer ausführliches Begleitmaterial u.a. Textbuch, Programmheft, damit sie optimal für die Aufführung vorbereitet sind.
Ach ja, und wenn Sie sich fragen, ist das überhaupt noch Musik(?), dann kann man klipp und klar sagen: Aber selbstverständlich! Für Ohrenbesitzer die im 21. Jahrhundert ankommen wollen und Lust darauf haben. Oder um mit dem ehemaligen Generalmusikdirektor Ingo Metzmacher zu sprechen: „Keine Angst vor neuen Tönen!“

Ort: Orchesterprobensaal, Kleine Theaterstraße 1, 20354 Hamburg
Preis: 48,- EUR

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