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  • Niklas Marc Heinecke
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Freitag 07.09.2018, 18.00 - 21.00 Uhr | Orchesterprobensaal

Opernwerkstatt: Così fan tutte

(Fortsetzung am 8. September von 11.00 bis 17.00 Uhr)

Die Opernwerkstatt mit Volker Wacker ist ein Kompaktseminar, bei dem die Teilnehmer alle wichtigen Aspekte einer Opernproduktion kennen lernen. Sie findet jeweils freitagabends von 18.00 bis 21.00 Uhr sowie am folgenden Sonnabend von 11.00 bis 17.00 Uhr mit entsprechenden Pausen statt.

Mozarts dritte und letzte Zusammenarbeit mit dem kongenialen Librettisten Lorenzo da Ponte ist vordergründig eine „opera buffa“, eine musikalische Komödie. Die legendäre Schauspielerin Eleonora Duse sagte über Verdis „Falstaff“: „Wie traurig ist deine Komödie“; das passt auch auf COSÌ FAN TUTTE.

Was als eine etwas unbedachte Wette über weibliche Treuebeginnt, endet ganz schön schräg. Zwei junge Paare gehen durch eine „Schule der Liebenden“ (originaler Untertitel der Oper). Aber statt aufgeklärte Erkenntnis über das fragile Wesen von Gefühlen in Sachen Liebe erlangt zu haben, sind am Ende alle eigentlich am Boden zerstört.
Die billige Moral am Schluss, - wie schon zuvor im „Don Giovanni“-, angestimmt durch den zynischen Kaffeehausphilosophen Don Alfonso, wird durch Mozarts Musik ad absurdum geführt.

Mozarts Musik! Sie überbietet sich förmlich an Schönheit. Macht es dem Zuhörer besonders leicht und angenehm, scheinbar. Aber genau dies ist der Fallstrick, den Mozart und sein Textdichter spannen. Die Musik soll uns verführen, genauso wie die Figuren verführen oder verführt werden.

Hier setzt die OPERNWERKSTATT an:
Text und Musik werden grundlegend vermittelt. Als geniale Mischung von GOTTES WERK UND TEUFELS BEITRAG (um es mit einem Romantitel von John Irving auf den Punkt zu bringen) wird sich diese „komische Oper“ für die TeilnehmerInnen erweisen. Dann finden Sie sich zurecht in den Spiegelwelten von echten und vorgetäuschten, wahren und gewollten, stets aufrichtig gemeinten und doch vielleicht verlogenen Gefühlen.
Mozarts Musik in COSÌ FAN TUTTE als nahezu „göttlich“ zu apostrophieren ist nicht neu, aber richtig, vor allem wenn es einem beinharten Agnostiker und Mozartkenner wie Wolfgang Hildesheimer in den Sinn kommt.
Und „teuflisch“ muss man die ironisch-zynische Handhabung des Begriffs von „Aufklärung“ bei da Ponte nennen, den Mozart so herrlich musikalisch ein- und verkleidet.

COSÌ FAN TUTTE – SOMACHEN ES ALLE, aber bestimmt nicht, wenn HERBERT FRITSCH inszeniert. Dieserfür seine oft turbulenten und ganz und gar „komischen“ Arbeiten bekannte Theatertausendsassa arbeitet zum ersten Mal an der Staatsoper. Wie immer werden die Teilnehmer der OPERNWERKSTATT ausführlich und als erste über die Neuinszenierung informiert, so dass sie am Ende durch Information, Kompetenz und Genuss zu einem in jeder Hinsicht besonderen und gesteigerten Opernbesuch gelangen.

Spitzenaufnahmen der Phonoindustrie und Videos vonherausragenden Inszenierungen runden diese detaillierte Einführung ab. Die Opernwerkstatt versteht sich als kompakte Einführung in die Welt der Oper und konkrete Hilfestellung bei anspruchsvollem Regietheater.

Ort: Orchesterprobensaal, Kleine Theaterstraße 1, 20354 Hamburg
Preis: 48,- EUR

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