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Sa 06.01.2024, 19.00 - 22.00 Uhr | Großes Haus

Leoš Janácek

Jenufa

Einführung um 18.20 Uhr

Drama auf dem Dorf: Aus Eifersucht entstellt Laca mit einem Messerstich Jenufas Gesicht. Ihr Verlobter Stewa verlässt sie, obwohl sie von ihm schwanger ist. Heimlich bringt Jenufa ihr Kind zur Welt. Um sie zur Heirat mit Laca zu zwingen und Schande von ihr abzuwehren, ertränkt ihre Ziehmutter, die Küsterin, das Kind – gebrochen willigt Jenufa in die Hochzeit ein. Als die Leiche im Weiher gefunden wird, stellt sich die Küsterin der Justiz.

INSZENIERUNG: Olivier Tambosi
BÜHNENBILD UND KOSTÜME: Frank Philipp Schlößmann
LICHT: Hans Toelstede

Premiere am: 05.04.1998

Eine Pause von ca 20 Minuten nach dem ersten und von ca 25 Minuten nach dem zweiten Akt.

In tschechischer Sprache mit deutschen Übertexten
Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper

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Zur Vorgeschichte

Die alte Buryja hatte zwei Söhne. Der erste heiratete die Witwe Klemen, die ihren Sohn Laca mit in die Ehe brachte. Mit dem jungen Buryja hatte sie ihren zweiten Sohn Stewa, der nach dem Tod der Eltern die Mühle erbte.

Der andere Sohn der alten Buryja, der leichtlebige Toma, verheiratete sich mit einer Wirtstochter, die nach der Geburt der Tochter Jenufa starb. In zweiter Ehe heiratete er Petrona Slamek, die Tochter des Dorfrichters, die später Küsterin wurde. Toma vertrank alles Geld und kam in einem Wirtshaus um. Nach dem Tod ihres Mannes kümmerte sich die Küsterin um Jenufa wie um ihre eigene Tochter. Da sie ihrer Ziehtochter ein ähnliches Schicksal wie ihr eigenes ersparen will, betrachtet sie Jenufas Verbindung mit Stewa misstrauisch.


1. Akt

Jenufa erwartet ihren Verlobten Stewa von der Musterung zurück. Da sie ein Kind von ihm bekommt, müsste die Hochzeit bald stattfinden, damit sie nicht die Schande einer unehelichen Geburt ertragen muss. Daher hofft sie auf Stewas Freistellung vom Militär. Stwas Stiefbruder Laca hingegen, der Jenufa ebenfalls liebt, von ihr aber abgewiesen wird, verspricht sich von einer vorübergehenden Abwesenheit seines Rivalen neue Chancen bei Jenufa. Vom Altgesellen muss er aber erfahren, dass Stewa freigekommen ist. Der angetrunkene Stewa erscheint, begleitet von seinen Kumpanen. Mit ihnen singt er ein anzügliches Lied für Jenufa, die sich seiner Ausgelassenheit nur widerwillig hingibt. Die Küsterin ist verärgert über Stewas lockeren Lebenswandel und befiehlt dem Paar einen Aufschub der Hochzeit um ein Jahr, in dem sich Stewas Reife erweisen soll. Allein mit Stewa beschwört ihn Jeunfa, sie jetzt nicht im Stich zu lassen. Stewa beruhigt sie mit dem Hinweis auf ihre Schönheit. Laca bedrängt Jenufa und versucht, sie davon zu überzeugen, dass Stewas Liebe nur oberflächlich ist. Als sie sich stolz zu Stewa bekennt, verletzt er sie in seiner Wut mit dem Messer im Gesicht.


2. Akt

Jenufa, die während ihrer Schwangerschaft im Haus der Küsterin versteckt war, hat einen Jungen geboren, der wie sein Vater auf den Namen Stewa getauft wurde. Den Dorfbewohnern hat die Küsterin erzählt, Jenufa wäre in Wien. Vergeblich war die Hoffnung der Küsterin, das Kind würde sterben. Nun ist sie sogar bereit, Jenufa dem verhassten Stewa zu geben, der sich nicht mehr um sie gekümmert hat, seit ihre Schönheit von Laca entstellt wurde. Die Küsterin, die ihrer Ziehtochter einen Schlaftrank gegeben hat, hat Stewa zu sich bestellt und bittet ihn, sich zu Jenufa zu bekennen. Stewa weicht jedoch der Verantwortung aus und bietet der Küsterin die Zahlung von Alimenten an, wenn niemand von seiner Vaterschaft erfährt. Außerdem hat er sich inzwischen mit Karolka, der Tochter des Dorfrichters, verlobt. Die Küsterin ist verzweifelt. Laca erkundigt sich wieder einmal nach Jenufa, die er in Wien wähnt. Die Küsterin, die in Laca die einzige Rettung sieht, gesteht ihm nun alles und bietet ihm Jenufas Hand. Als Laca wegen des Kindes zögert, behauptet sie, der Junge sei gestorben. Mit dieser Lüge ist sie gezwungen, das Kind aus der Welt zu schaffen. Sie trägt es zum zugefrorenen See Bach und legt es unter das Eis. Die erwachte Jenufa ahnt in ihren Phantasien die Katastrophe, tröstet sich aber mit der Vorstellung, ihre Ziehmutter habe das Kind zu Stewa gebracht und alles würde gut. Ihr Gebet wird unterbrochen von der Küsterin, die erklärt, das Kind sei während eines zweitägigen Fiebers Jenufas gestorben. Die gebrochene Jenufa ist nun zur Heirat mit Laca bereit.


3. Akt

Die Dorfbewohner, unter ihnen auch Stewa mit seiner neuen Braut, versammeln sich zur Hochzeit von Jenufa und Laca. Seit dem Mord ist die Küsterin von Gewissensqualen gepeinigt. Als sie den Segen über das Brautpaar sprechen will, hört man Geschrei von draußen: Ein totes Kind sei unter dem Eis gefunden worden. Jenufa ahnt sogleich, dass es ihr Kind ist. Der Mordverdacht fällt daher auf sie. Die Dorfbewohner bedrohen sie, während sich Laca schützend vor sie stellt. Da gesteht die Küsterin die Tat, die sie nur begangen habe, um die Ehre ihres Namens zu retten. Zu aller Verwunderung vergibt Jenufa ihrer Ziehmutter. Von Jenufas uneigennütziger liebe überwältigt, lässt sich die Küsterin abführen. Jenufa gibt Laca frei, um ihn nicht an ihr Elend zu binden. Laca steht jedoch entschlossen zu ihr.

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 6,00 EUR bis 109,00 EUR

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