Left
Right

Georges Delnon

Georges Delnon ist ein Schweizer Regisseur, Theaterintendant und Hochschullehrer. Aufgewachsen in Bern, studierte er Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten Bern und Fribourg. Komposition und Musiktheorie am Konservatorium Bern. 1985 war er Mitbegründer des „Atelier 20“, einer Gruppe für zeitgenössisches Theater und Musik in Bern. Im Anschluss folgten zahlreiche Inszenierungen, im Musiktheater und im Schauspiel darunter „Carmen“ und „Fledermaus“ an der Oper Frankfurt, „Dido“ in Toulouse, „Rape of Lucretia“ in Düsseldorf und Basel, „Traviata“, „Butterfly“ und „Liebe zu den drei Orangen“ in Dortmund, „Fräulein Julie“ in Essen, „La Griselda“ (Vivaldi) in Genf, „Junge Lord“ (Henze), „Maria Stuart“ und „Ezio“ (Händelfestspiele) in Karlsruhe, „Parsifal“, „Jenufa“ und „Medea“ in Saarbrücken, „Schwarze Spinne“ (Sutermeister), „Das Lachen der Schafe“ (Demierre) und „König für einen Tag“ (Grünauer) in Luzern, „Hofmann`s Erzählungen“ in Hannover.

Darüber hinaus ist Georges Delnon mit Lehraufträgen an zahlreichen Universitäten und Hochschulen tätig. 2003 wurde er zum Ehrenprofessor an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz ernannt.

1996 übernahm er seine erste Intendanz am Theater der Stadt Koblenz und war Mitbegründer der Festungsspiele Koblenz.

Von 1999-2006 wurde er zum Intendanten des Staatstheaters Mainz berufen. Während seiner Intendanz entstanden zahlreiche Regiearbeiten, u.a. Alban Bergs„Lulu“ und die Uraufführung „G“ von Gavin Bryars. Die große Wiedereröffnung nach der vollständigen Sanierung 2001 mit der Oper „Saul“ von G. F. Händel wurde live auf 3Sat übertragen.

Weitere Regiearbeiten in dieser Zeit waren: „Il figlio delle selve“ von Ignaz Holzbauer für die Schwetzinger Festspiele und das Féstival Radio France Montpellier, „Juditha triumphans“ von A.Vivaldi für das Festival Schloss Rheinsberg. Zudem wirkte Georges Delnon als Schauspieler im Film HEIMAT 3 von Edgar Reitz mit. 2004 inszenierte er die Uraufführung „22,13“ von Mark André für die Münchener Biennale, die auch in Mainz und auf dem Festival d’Automne à Paris in der Opéra National de Paris gezeigt wurde. 2005 und 2006 brachte er die Uraufführung „Zaubern“ von Frederik Zeller und die Barockoper „Proserpina“ von Joseph Martin Kraus für die Schwetzinger Festspiele auf die Bühne.

Mit der Spielzeit 2006/2007 wurde Georges Delnon als Direktor ans Theater Basel, dem größten Dreispartenhaus der Schweiz, berufen. In dieser Zeit entstanden weitere Regiearbeiten: 2007 „Der Alte vom Berg“ von Bernhard Lang (UA) für die Schwetzinger Festspiele in Koproduktion mit dem Theater Basel, 2008 die Uraufführung „hellhörig“ von Carola Bauckholt. für die Münchener Biennale, 2010 die Inszenierung der Uraufführung „Maldoror“ von Philipp Maintz für die Münchener Biennale, „Alexanderfest“ von Georg Friedrich Händel für das Theater Basel und die TV Regie für „Aida am Rhein“ von Giuseppe Verdi, die live im Schweizer Fernsehen und auf 3Sat ausgestrahlt wurde. 2012 inszenierte er die Uraufführung von Alfred Zimmerlins Musiktheater „Das Licht“ für Lucerne Festival, 2013 „Anschlag“ ebenfalls für Lucerne Festival in Zusammenarbeit mit dem Theater Basel.

Von 2009 bis 2016 war Georges Delnon Künstlerischer Leiter des Musiktheaters der Schwetzinger SWR Festspiele. Die beiden Uraufführungen „Proserpina“ 2009 und „Koma“ 2016 wurden in der Kritikerumfrage der Opernwelt als Uraufführung des Jahres ausgezeichnet.

Seit der Spielzeit 2015/16 ist er Intendant der Staatsoper Hamburg.

top