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  • Hans Jörg Michel
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Samstag 14.01.2017, 19.00 - 22.00 Uhr | Großes Haus

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Giuseppe Verdi

Otello

Einführung um 18:20 Uhr

Otello wird an sich selbst irre. Er muss sich zwar Neid, Feindschaft und Bedrohung erwehren – das könnte er, wäre er bei Sinnen, leicht schaffen. Nicht umsonst hat er im Staat seinen Weg nach oben gemacht, gegen Konkurrenz war er bestimmt nicht zimperlich. Er ist aber angeschlagen, und was ihn fundamental erschüttert, ist die Einsamkeit des Eifersüchtigen und die Einsamkeit des Betrogenen. Er glaubt sich betrogen von seiner Frau, in Wahrheit ist er betrogen über diesen Betrug. Dass ausgerechnet er das Opfer der Intrige wurde, mag damit zu tun haben, dass er einer Minderheit angehört, also für andere der soziale Blitzableiter ist. Das ist aber nicht entscheidend. Boito und Verdi erzählen die Geschichte eines in den Zustand der Ausweglosigkeit Vertriebenen. Er kann nicht mehr konsistent und folgerichtig handeln. Er ist an sich selbst irre geworden.

„[…] frisch und szenisch packend […]“ Hamburger Abendblatt
„Die Sängerin Svetlana Aksenova begeistert als Desdemona nicht nur beim „Ave Maria“.“ Die Welt
„Sänger, Chor, Orchester und Dirigent Paolo Carignani wurden einhellig vom Publikum gefeiert […]“ NDR.de
„Packend, humanistisch, aktuell.“ BILD

Inszenierung: Calixto Bieito
Bühnenbild: Susanne Gschwender
Kostüme: Ingo Krügler
Licht: Michael Bauer
Dramaturgie: Ute Vollmar

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Eine Übernahme des Theater Basel


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 7,00 EUR bis 119,00 EUR

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