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  • Hans Jörg Michel
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Dienstag 05.06.2018, 19.00 - 22.00 Uhr | Großes Haus

Giuseppe Verdi

Otello

Einführung um 18.20 Uhr

Otello wird an sich selbst irre. Er muss sich zwar Neid, Feindschaft und Bedrohung erwehren – das könnte er, wäre er bei Sinnen, leicht schaffen. Nicht umsonst hat er im Staat seinen Weg nach oben gemacht, gegen Konkurrenz war er bestimmt nicht zimperlich. Er ist aber angeschlagen, und was ihn fundamental erschüttert, ist die Einsamkeit des Eifersüchtigen und die Einsamkeit des Betrogenen. Er glaubt sich betrogen von seiner Frau, in Wahrheit ist er betrogen über diesen Betrug. Dass ausgerechnet er das Opfer der Intrige wurde, mag damit zu tun haben, dass er einer Minderheit angehört, also für andere der soziale Blitzableiter ist. Das ist aber nicht entscheidend. Boito und Verdi erzählen die Geschichte eines in den Zustand der Ausweglosigkeit Vertriebenen. Er kann nicht mehr konsistent und folgerichtig handeln. Er ist an sich selbst irre geworden.

Musikalische Leitung: Paolo Carignani
Inszenierung: Calixto Bieito
Bühnenbild: Susanne Gschwender
Kostüme: Ingo Krügler
Licht: Michael Bauer
Dramaturgie: Ute Vollmar

Premiere am: 08.01.2017

Eine Pause von ca. 25 Minuten nach dem zweiten Akt

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Eine Übernahme des Theater Basel

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Handlung

Erster Akt

Heftiger Sturm. Die Menge beobachtet die Schiffe der unter Otellos Führung stehenden Flotte in der aufbrausenden See. Endlich erreicht Otello den Hafen. Er verkündet seinen Sieg über die feindlichen Türken. Jago, sein Fähnrich, sinnt auf Rache, da Otello ihm Cassio bei der Beförderung vorgezogen hat. Gemeinsam mit Roderigo, der unglücklich in Otellos Frau Desdemona verliebt ist, macht er Cassio bei der Siegesfeier betrunken und zettelt einen heftigen Streit an. Otello tritt dazwischen. Er beendet den Tumult und degradiert Cassio. Alleine mit Desdemona erinnern sich beide an die Anfänge ihrer Liebe.

Zweiter Akt

Jago rät Cassio, durch Desdemona bei Otello um Gnade bitten zu lassen. Bei Otello schürt er durch Andeutungen den Verdacht, Cassio sei deren Liebhaber. Die Menge huldigt Desdemona. Als Desdemona Otello bittet, Cassio zu verzeihen, lehnt Otello dies wütend ab. Desdemona verliert während dieser Auseinandersetzung ihr Taschentuch. Emilia, Jagos Gattin, nimmt es an sich, doch entreißt Jago es ihr wieder. Otello verlangt von Jago Beweise für Desdemonas Schuld. Jago erzählt, er habe gehört, wie Cassio im Schlaf über seine heimliche Liebe zu Desdemona gesprochen habe. Außerdem habe er ein Taschentuch Desdemonas bei ihm gesehen. Otello ist von der Untreue seiner Frau überzeugt und schwört gemeinsam mit Jago Rache.

Dritter Akt

Otello verlangt vergeblich von Desdemona, das Taschentuch zu sehen, das er ihr einst als Liebeszeichen geschenkt hatte. Er beschimpft sie als Hure. Jago hat das Taschentuch unterdessen Cassio zugespielt. Er inszeniert ein Gespräch mit diesem, das Otello belauschen soll. Jago verleitet Cassio zu anzüglichen Äußerungen über seine Geliebte Bianca und bringt ihn schließlich dazu, das gefundene Taschentuch vorzuzeigen. Otello, der nur Wortfetzen des Gesprächs versteht, bezieht alles auf Desdemona und sieht ihren Betrug als erwiesen an.
Lodovico, ein Abgesandter des Senats, bringt Otello die Nachricht, er solle nach Venedig zurückkehren. Cassio werde als sein Nachfolger eingesetzt. Otello demütigt Desdemona öffentlich. Jago stachelt Roderigo an, Cassio in der Nacht zu ermorden und drängt Otello, seine Rache an Desdemona schnellstmöglich zu vollziehen.

Vierter Akt

Desdemona singt das traurige Lied von der Weide. Sie verabschiedet sich von Emilia. Dann betet sie das Ave Maria. Otello kommt und erklärt, dass er sie töten werde, da sie ihn mit Cassio betrogen habe. Desdemona beteuert vergebens ihre Unschuld. Otello mordet Desdemona. Als Emilia mit der Nachricht kommt, Cassio habe Roderigo umgebracht, entdeckt sie die sterbende Desdemona und ruft um Hilfe. Cassio, Jago, Lodovico und Montano kommen herbei. Emilia deckt die Intrige ihres Mannes auf. Die Wahrheit tötet Otello.

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 6,00 EUR bis 97,00 EUR

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