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  • Niklas Marc Heinecke
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Freitag 09.11.2018, 18.00 - 21.00 Uhr | Probebühne 2

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Opernwerkstatt: Siegfried/ Götterdämmerung

(Fortsetzung am 10. November von 11.00 bis 17.00 Uhr)

Die Opernwerkstatt mit Volker Wacker ist ein Kompaktseminar, bei dem die Teilnehmer alle wichtigen Aspekte einer Opernproduktion kennen lernen. Sie findet jeweils freitagabends von 18.00 bis 21.00 Uhr sowie am folgenden Sonnabend von 11.00 bis 17.00 Uhr mit entsprechenden Pausen statt.

Aus Anlass der Wiederaufnahme des kompletten Ring-Zyklus mit Kent Nagano am Pult und einer festspielverdächtigen Besetzung, findet in der OPERNWERKSTATT eine kompakte Einführung und Vertiefung in die vielschichtige Welt von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ statt. Schwerpunkte liegen auf der Vermittlung von Wagners „Leitmotivtechnik“ in der Musik, sowie die enge Verbindung von Text und Musik, die seine „Musikdramen“ auszeichnen und eine Neudefinition von „Oper“ bedeutet. Ergänzend wird die Inszenierung von Claus Guth hinzugezogen. Die Veranstaltung eignet sich auch für „Wagner“-Einsteiger.

Von SIEGRIED mit „Männern am Rande des Nervenzusammenbruchs“ (frei nach Pedro Almodóvar)  spannt sich der Bogen bis zu „Der große Showdown“ in der GÖTTERDÄMMERUNG.


Tatsächlich trägt das Musikdrama „Siegfried“ durchaus Züge eines skurril komischen Scherzos, aber auch scheinbar märchenhafte Züge, wie die unschwer zu erkennende Paraphrase auf Dornröschen im Schlussbild.
Was Wagner letztlich daraus macht, ist allerdings mehr bei Ibsen, Strindberg und den Utopie verneinenden Lieblingsphilosophen von Wagner anzusiedeln: Arthur Schopenhauer.
Das „neue Paar“ begrüßt, in höchsten Spitzentönen duettierend und rauschhaftem C-Dur, seine Zukunft mit dem dialektischen Satz: „Leuchtende Liebe, lachender Tod!“ Vorhang!
Die „Götterdämmerung“ ist der finale Kraftakt: Hier laufen alle Handlungs- und vor allem alle musikalischen Leitmotiv-Fäden zusammen. Die Leitmotive, vom Rheingold-Beginn über drei große Abende systematisch aufgebaut, verdichten sich zu einer quasi riesigen Symphonie in musikdramatischem Gewand.
Kein Wunder, dass Dirigenten gerade diesen Schlussstein der Tetralogie so lieben, aber auch fürchten; es gilt ein leitmotivisches Universum nicht nur zum Klingen zu bringen, sondern strukturell „durchhörbar“ zu machen.

Und der definitive Schluss!? Brünnhildes großer Monolog. Nicht weniger als drei zum Teil völlig gegensätzliche Versionen hat Wagner als Dichter entworfen. Warum er sich dann für den uns bekannten Schlussgesang entschieden hat und vor allem warum, erfahren Sie in der OPERNWERKSTATT.

Ort: Probebühne 2, Kleine Theaterstraße 1, 20354 Hamburg
Preis: 48,- EUR

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