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Freitag 20.12.2019, 18.00 - 21.00 Uhr | Probebühne 3

Opern-Werkstatt

Lohengrin

Die Opernwerkstatt ist ein Kompaktseminar, bei dem die Teilnehmer alle wichtigen Aspekte einer Opernproduktion kennen lernen. Sie findet jeweils freitagabends von 18.00 bis 21.00 Uhr sowie am folgenden Sonnabend von 11.00 bis 17.00 Uhr mit entsprechenden Pausen statt.

(Fortsetzung am 21. Dezember von 11.00 bis 17.00 Uhr)

Mein lieber Schwan!
Wagners “Lohengrin” im Klassenzimmer

Aus Anlass der Wiederaufnahme von Richard Wagners “Lohengrin” in der spektakulären, preisgekrönten Inszenierung von Peter Konwitschny mit Generalmusikdirektor Kent Nagano am Pult und einer festspielwürdigen Besetzung (u.a. Bayreuths diesjähriger „Lohengrin“, Klaus Florian Vogt in der Titelpartie) gibt es eine OPERNWERKSTATT EXTRA.


Hocherfreut waren alle Opern- und MusikliebhaberInnen als für die Spielzeit 1998 die große romantische Oper “Lohengrin” angekündigt wurde, denn die Schwanenritteroper ist neben der „Walküre“ besonders beliebt.
Der Brautchor „Treulich geführt“ fehlt bei kaum einer Hochzeit und ist quasi schon zum „Volkslied“ geworden.
Im ätherisch instrumentierten Vorspiel bewundern die Kenner Wagners Meisterschaft der Orchesterbehandlung und verfolgen mit gespitzten Ohren die „Leitmotive“.
Aber auch Zweifel machte sich breit, als man erfuhr, das Ganze sollte in einem Klassenzimmer stattfinden: “Lohengrin” als Paukerschreck?
Das passte in die Richtung eines wild gewordenen, inhaltsleeren “Regietheaters” Marke “Rigoletto” im Schlachthof.

Dann die Premiere.
Schon mit dem ersten großen Chorbild, gleich nach dem wunderbaren Orchestervorspiel, war klar, dass hier Wagner nicht durch den Kakao gezogen wird, sondern lebendiges, lustvoll inszeniertes Musiktheater stattfindet.
Und doch:
Würde die märchenhafte Errettung der süßen Unschuld namens Elsa durch den strahlenden Ritter im wilhelminischen Klassenzimmer nicht ganz und gar ihren romantischen Zauber einbüßen? Das Gegenteil trat ein.
Konwitschnys Inszenierung rettet die Romantik, ja lässt durch die tiefe Anteilnahme, die der Regisseur allen Figuren in diesem Spiel entgegenbringt, den wahren Kern der Lohengrinhandlung aufscheinen.
Diese Aufführung wurde ein Meilenstein der Wagnerinterpretation.

Der Anfangs noch recht große Widerstand gegen die Inszenierung führte zur Gründung der OPERNWERKSTATT um ein Forum zu schaffen, wo alle Interessierten sich zuerst mit Text und Musik auseinander setzen und dann erfahren wie diese Erkenntnisse folgerichtig in der Inszenierung umgesetzt werden.
Die Aufführung liegt als DVD-Mitschnitt vor und wird in der OPERNWERKSTATT gezeigt.

Neben Klaus Florian Vogt glänzen ebenfalls bayreutherfahrene Namen wie Wolfgang Koch und Christoph Fischesser. Die reizende Unschuld Elsa gibt Simone Schneider, der sich Tanja Ariane Baumgartner als Ortud entschieden entgegenstellt. Luxus: Andrzej Dobber als Heerrufer.

Ort: Probebühne 3, Kleine Theaterstraße 1, 20354 Hamburg
Preis: 48,- EUR

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