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Freitag 15.11.2019, 19.00 - 22.30 Uhr | Großes Haus

Claude Debussy

Pelléas et Mélisande

Einführung um 18.20 Uhr

An einem Brunnen im Wald trifft Golaud auf Mélisande. Sie heiraten und kehren auf das Schloss seiner Familie zurück. Dort lernt Mélisande Pelléas, den Bruder Golauds kennen. Mélisande verliert den Ring, den ihr Golaud geschenkt hat, im Wasser. Sie fühlt sich zu Pelléas hingezogen. Er erwidert ihre Gefühle. Doch Pelléas will das düstere Schloss verlassen und sich von Mélisande verabschieden. Nachts im Park wollen sie sich ein letztes Mal sehen. Hinter ihnen schließen sich die Tore des Schlosses. Doch die beiden sind nicht allein.

„Pelléas und Mélisande“ ist nicht nur Claude Debussys einzige Oper - das Stück nimmt auch sonst eine Sonderstellung ein: Debussy orientierte sich bei der Vertonung an der natürlichen Wortmelodie und schuf so eine neue, impressionistische »Klangsprache«. Vieles deutet sie nur an, ist voller Geheimnisse, Sinnbilder - und faszinierte 1902 schon das Publikum der Uraufführung in Paris. Bis heute öffnet Debussys Musik die Pforten zu einer mystischen, dämmrigen Welt, in der sich unsere gleichsam verschwommen spiegelt.

Inszenierung: Willy Decker
Bühnenbild und Kostüme: Wolfgang Gussmann
Licht: Hans Toelstede

Premiere am 26.09.1999

Eine Pause von ca. 25 Minuten nach dem 3. Akt

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper

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Erster Akt

1.Szene
Golaud, Enkel des greisen Königs Arkel, hat sich bei der Jagd im Wald verirrt. An einem Brunnen trifft er auf ein fremdes Mädchen: Mélisande. Ihre Krone ist in den Brunnen gefallen, doch sie will nicht, dass Golaud sie für sie aus dem Wasser holt. Golaud nimmt Mélisande mit.

2. Szene
Auf Schloss Allemonde liest Geneviève, die Mutter von Golaud und Pelléas, Arkel einen Brief Golauds vor. Darin teilt er mit, dass er Mélisande geheiratet hat, und bittet, gemeinsam mit seiner Frau auf das Schloss zurückkehren zu dürfen. Als Zeichen der Zustimmung soll in einem Turm des Schlosses ein Licht brennen, das bis aufs Meer hinaus zu sehen ist.

3. Szene
Die Dunkelheit rings um das Schloss bedrückt Mélisande. Von Geneviève begleitet, sucht sie die Helligkeit des Meeres. Pelléas gesellt sich zu ihnen. Mélisande glaubt das Schiff zu sehen, mit dem sie hergekommen ist. Pelléas spricht von seiner möglichen Abreise.

Zweiter Akt

4. Szene
Pelléas zeigt Mélisande einen Brunnen im Schlosspark. Als Mélisande ihre Hände in das Wasser taucht, erinnert er sich, dass sein Bruder sie einst an einem Brunnen fand. Über das Wasser gebeugt, spielt Mélisande mit dem Ring, den Golaud ihr geschenkt hat. Der Ring fällt in den Brunnen. Mélisande ist über den Verlust des Ringes beunruhigt, doch Pelléas rät ihr, Golaud die Wahrheit zu sagen.

5. Szene
Golaud ist zur selben Stunde bei der Jagd vom Pferd gestürzt. Mélisande will den Verletzten pflegen und offenbart ihm dabei, dass sie sich auf Schloss Allemonde krank und unglücklich fühlt. Als Golaud tröstend ihre Hände nimmt, bemerkt er, dass sie seinen Ring nicht mehr trägt. Mélisande erzählt, sie habe ihn in einer Grotte am Meer verloren. Golaud befiehlt ihr, nach dem Ring zu suchen. Pelléas soll sie begleiten.

6.Szene
Pelléas führt Mélisande in die Grotte, damit Mélisande Golaud die Suche nach dem Ring beschreiben kann. Als sie dort drei schlafende Bettler bemerken, weicht Mélisande erschrocken zurück und drängt Pelléas zur Umkehr.

Dritter Akt

7.Szene
An einem Turmfenster richtet Mélisande ihr Haar. Pelléas kommt, um von ihr Abschied zu nehmen. Mélisande bittet ihn, noch nicht so bald abzureisen. Als sie sich aus dem Fenster neigt, spielt er mit ihrem Haar. Golaud überrascht die beiden und tadelt sie wegen Kinderei.

8.Szene
Golaud führt Pelléas in die unterirdischen Gewölbe des Schlosses. Vor dem Abgrund, dem ein Todesgeruch zu entsteigen scheint, wendet sich Pelléas schaudernd ab und bittet Golaud, die unheimliche Stätte zu verlassen.

9.Szene
Ans Tageslicht zurückgekehrt, warnt Golaud Pelléas, er möge Mélisande in Ruhe lassen, da sie ein Kind erwarte.

10.Szene
Von Eifersucht getrieben, versucht Golaud von Yniold, seinem kleinen Sohn aus erster Ehe, etwas über die Beziehung von Mélisande und Pelléas zu erfahren. Er zwingt Yniold, in Mélisandes Zimmer zu sehen, wo Pelléas schweigend und reglos neben ihr steht.

Vierter Akt

11.Szene
Pelléas verabredet sich mit Mélisande zu einem letzten abendlichen Treffen am Brunnen .Er will das Schloss endgültig verlassen, da sein Vater der mit der Vorahnung, er sei dem Tode nahe, ihm zur Abreise riet.

12.Szene
Arkel ist glücklich über die Genesung von Pelléas Vater und hofft, dass jetzt auch für Mélisande eine glücklichere Zeit beginne. Golaud kommt hinzu und demonstriert gewaltsam seine Herrschaft über Mélisande, bis Arkel ihn zur Vernunft bringt.

13.Szene
Yniolds Ball ist unter einen Stein geraten, den er vergeblich versucht hochzuheben. Mit Schrecken beobachtet er, wie eine Schafherde zum Schlachthof getrieben wird.

14.Szene
Am Brunnen gestehen Pelléas und Mélisande einander ihre Liebe. Als die Türen des Schlosses sich schließen, erkennen sie, dass es kein Zurück mehr gibt. Doch Golaud beobachtet sie, tötet Pelléas und verletzt Mélisande.

Fünfter Akt

15.Szene
Mit einem Arzt wacht die Familie an Mélisandes Bett, die eine Tochter geboren hat. Im Angesicht des Todes unternimmt Golaud eine letzten Versuch, die Wahrheit zu erfahren, und fordert Mélisande auf, ihren Ehebruch mit Pelléas zugestehen. Mélisande verneint, doch Golauds Zweifel bleiben. Sie stirbt. Arkel lässt ihre Tochter, die für ihn Mélisandes Platz einnimmt, aus dem Sterbezimmer fortbringen.

© Hamburgische Staatsoper

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 6,00 EUR bis 109,00 EUR

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