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  • Foto: Brinkhoff / Mögenburg
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Weiße Rose

Udo Zimmermann

Szenen für 2 Sänger und 15 Instrumentalisten von Udo Zimmermann

Musikalische Leitung: Nicolas André
Regie: David Bösch
Animation/Ausstattung: Patrick Bannwart, Falko Herold
Kamera: Matthias Wittkuhn
Dramaturgie: Janina Zell
Sophie Scholl: Marie-Dominique Ryckmanns
Hans Scholl: Michael Fischer
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Graphic Opera von David Bösch ab 9. Mai 2021

Die Staatsoper Hamburg produziert Udo Zimmermanns Kammeroper Weiße Rose neu: Ab 9. Mai 2021, dem 100. Geburtstag von Sophie Scholl, wird das Werk erstmals als Film und in völlig neuer Form zu sehen sein. Die Erstausstrahlung ist am 9. Mai 2021 um 23.35 Uhr auf ARTE, danach wird das Werk auf der Homepage der Staatsoper Hamburg abrufbar sein. David Bösch inszeniert die Weiße Rose mit Sopranistin Marie-Dominique Ryckmanns als Sophie Scholl und Bariton Michael Fischer als Hans Scholl als Graphic Opera.

Mehr Informationen zu Weiße Rose

„Sterbe ich durch den Strick oder durch das Fallbeil?“ – Am 18. Februar 1943 verteilen Hans und Sophie Scholl das sechste Flugblatt der „Weißen Rose“ in der Münchner Universität. Sie werden festgehalten, verhaftet und vier Tage später wegen Aufrufs zum aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus und die Reichsregierung zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung erfolgt noch am selben Tag im Gefängnis München-Stadelheim, mit ihnen wird Christoph Probst ermordet. Kurze Zeit später folgen die Todesurteile von Alexander Schmorell, Willi Graf und Professor Kurt Huber, dem gesamten engen Kreis der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.
Udo Zimmermann und Librettist Wolfgang Willaschek fangen die letzten Stunden von Sophie und Hans vor ihrer Hinrichtung in einer Kammeroper ein. Fernab einer realistischen Handlung im Gefängnis führen sie an die Gefühle, Erinnerungen und Zweifel der jungen Menschen heran, die annehmen, dass sie für das, was sie taten, sterben müssen. „Es ist eine Dramaturgie des ‚inneren Theaters‘“, so Zimmermann, „die ‚Stille‘, die ‚Pausen‘ sind die wesentlichsten Elemente einer solchen ‚inneren Handlung‘. Vielleicht sind die größten Momente im Stück die ‚Augenblicke des Schweigens‘.“ Zwischen Träumen, Naturszenerien und Momenten des Grauens entsteht ein intimer Zugang zum Schicksal des Widerstandskreises.

Projektpartner sind der Europäische Kultursender ARTE und die Bundeszentrale für politische Bildung sowie die Weiße Rose Stiftung. Die Produktion wird gefördert von der Körber-Stiftung und der Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper.

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